Dive-NEWS.net Login
Top News - Tauchen
- Tauchen in der Zukunft:Befragung aktiver Tauchsportler - Ergebnisse und Tendenzen
- Berliner Tauchertage - jetzt mit Video
- IANTD Free Diving I
- Solo tauchen - verrückt oder vernünftig?
- Ausbildung mit Bildungsgutschein - Iso Zertifizierung für Abyss
- Zweites Tauchopfer nach Tauchunfall auf Fehmarn - Tauchschule geschlossen
| Zeitreise in die Vergangenheit: Die Thistlegorm |
|
|
|
| Geschrieben von: Chris | |||
| Sonntag, den 27. Dezember 2009 um 21:20 Uhr | |||
|
Wer sich auch einen Tauchgang zur Thistlegorm begibt, unternimmt wahrlich eine Reise in die Vergangenheit. In den Frachträumen befinden sich mehrere BSA WD M 20 Motorräder wie im Dornröschenschlaf dicht gedrängt nebeneinander. Damit hatte niemand an Bord gerechnet, als das Frachtschiff im Juni 1941 von Glasgow aus in See stach. Voll beladen mit Lkw verschiedener Bauarten, Panzern, Motorrädern, Geschützen, Anhängern, Munition, Flugzeugteilen, Landminen, Radios, Ersatzteilen, Gummistiefeln und Geschützen, sollte es Nachschubgüter für die in Nordafrika kämpfende britische 8. Armee und die bei Tobruk eingesetzten Truppen bringen. Kapitän William Ellis und seine neunköpfige Mannschaft der Royl Navy – die Thistlegorm war als bewaffnetes Frachtschiff deklariert – verließen am 2. Juni den Glasgower Hafen in Richtung Alexandria und dann um das Kap der Guten Hoffnung Südafrikas herum. Dieser lange Umweg in den Norden Afrikas war notwendig, da Deutschland und Italien zu dieser Zeit des Zweiten Weltkriegs fast den gesamten nördlichen Mittelmeerraum beherrschten. Weiter ging es an der Ostküste Afrikas entlang hinein ins Rote Meer bis zum Golf von Suez. Volle zwei Wochen musste die Thistlegorm mit ihrer so sehnlichst erwarteten Fracht warten, da zwei Schiffe kurz zuvor in der Kanaleinfahrt des Suez-Kanals kollidiert waren und den Weg versperrten.
Bis in die 50er Jahre blieb es unentdeckt, bis Jacques Cousteau es untersuchte. Dann dauerte es weitere 40 Jahre, bis Taucher es zufällig wiederfanden. Heute ist es eine der Hauptattraktionen für Sporttaucher.
Ein Tauchgang reicht bei Weitem nicht aus, um sich überhaupt einen eingermaßen ausreichenden Überblick zu verschaffen. Drei Tauchgänge sind schon gut, aber dennoch wird der Taucher das Gefühl haben, noch einmal, zwei- oder gar dreimal hinunter zu „müssen“. Das Wrack ist gut zu erreichen – es liegt nur in maximal 30 Metern Tiefe. Mit heftiger Strömung ist jedoch besonders nachmittags zu rechnen.
|








