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Warum noch extra Zahlen...
Röttgen gegen neue Öl-Bohrungen in der Nordsee PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Chris   
Samstag, den 24. Juli 2010 um 09:15 Uhr
Bau von Ölplattformen in Südkorea./Foto: Christiane Flechtner Ölverklebte Vögel, verendete Fische, Verbot des Fischfangs - nur einige der katastrophalen Folgen der Ölpest im Golf von Mexiko. Damit dieses Szenario nicht bald auch in Deutschland böse Realität wird, plädiert Umweltminister Norbert Röttgen für einen vorübergehenden Stopp neuer Nordseebohrungen. Die Ölpest im Golf von Mexiko hat unter Umweltschützern und -politikern Angst vor weiteren Katastrophen dieser Art ausgelöst. Die Ereignisse in den USA seien Anlass genug zu überprüfen, welche Risikn künftig vermieden werden müssen", sagte er, "Wir gehen Risiken ein, aber wir dürfen nicht jedes Risiko eingehen", betonte der Umweltminister und fügte hinzu: "Wenn man mal eine Pause macht, ein Moratorium für neue Bohrungen, dann wäre das vielleicht ein praktischer Schritt, den durchzusetzen schon schwer genug fallen wird". Er glaube jedoch nicht, dass die anderen Nordsee-Anrainer mitziehen würden.
Bereits vor einigen Wochen hatte sich schon EU-Energiekommissar Günther Oettinger gegen weitere Genehmigungen von Erdölbohrungen in europäischen Gewässern ausgesprochen. Allerdings ist er dabei vom Einverständnis der Mitgliedstaaten abhängig. Ihnen obliegen die Kontrolle und die Genehmigung von Plattformen und Ölbohrungen. Unter anderem Großbrittanien hatte die Forderungen nach einem Stopp der Tiefseebohrungen in der Nordsee abgelehnt.

Fünf Länder haben die Nordsee nach ihren Fördergebieten eingeteilt: Norwegen, Großbritannien, die Niederlande, Dänemark und Deutschland. Die Produktion von Nordseeöl hatte ihr Ölfördermaximum 1999, damals betrug die tägliche Ölproduktion knapp 6 Die Folge von Ölkatastrophen: verseuchte Küsten, tote Fische und Vögel./Foto: Christiane Flechtner Millionen Barrel (950.000 Kubikmeter). 2004 ging die Produktion von Nordseeöl um 10 Prozent (230.000 Barrel) zurück und im Jahr 2005 nochmals um 12,8 Prozent. Deshalb wurde Großbritannien 2006 vom Nettoölexporteur zur Importnation. Es wird erwartet, dass die Ölproduktion der Nordsee bis 2020 auf 2 Millionen Barrel zurückgehen wird.

Mittlerweile gibt es im Meer 450 Bohrinseln, die Nordsee ist das wichtigste Gebiet der Offshore-Förderindustrie. Die meisten Plattformen befinden sich im britischen Sektor der Nordsee, gefolgt vom norwegischen, dem niederländischen und dem dänischen Sektor. Der britische und der norwegische Sektor enthalten dabei mit Abstand die größten Ölreserven. Schätzungen gehen davon aus, dass sich allein im norwegischen Sektor 54 Prozent der Öl- und 45 Prozent der Gasreserven befinden. Bedeutende Ölfelder sind neben dem Ekofisk-Feld auch das norwegische Statfjord-Feld, zu dessen Erschließung erstmals die Norwegische Rinne mit einer Pipeline überwunden wurde. Das norwegische Staatsunternehmen Statoil erhält per norwegischem Gesetz mindestens 50 Prozent der Anteile an Ölfeldern, die im norwegischen Sektor liegen. Das größte Erdgasfeld der Nordsee, ist das Troll-Feld. Es liegt in der norwegischen Rinne in einer Tiefe von 345 Metern, so dass große Anstrengungen unternommen werden mussten, um es überhaupt zu erschließen. Die Bohrplattform ist mit 472 Metern Höhe und 656.000 Tonnen Gewicht die größte Offshore-Bohrplattform und das größte jemals von Menschen transportierte Objekt.Im Jahr 2001 war Norwegen das drittgrößte Ölexportland der Welt. Seine Ölfelder befinden sich ausschließlich Offshore, wobei sich die meisten auf eine Wassertiefe von etwa 150 Meter konzentrieren. Im Jahr 2001 förderte das Land 3,4 Millionen Barrel/Tag, die norwegischen Investitionen ins Öl betrugen im selben Jahr 7,5 Milliarden Dollar.

Im deutschen Sektor befinden sich nur zwei Plattformen, es handelt sich bei ihm um den am wenigsten erschlossenen Sektor in dieser Hinsicht. Das größere der beiden Felder ist das Ölfeld „Mittelplate“. Dive-NEWS.net

 
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